Startniederlage gegen den 1. Ligaabsteiger

Am 12. September 2026 startete die SG Züri-Obersee in der Sporthalle Rossmoos in Emmen in die neue Meisterschaft. Gleich zum Auftakt wartete mit Handball Emmen 1 ein echter Härtetest: Der Gastgeber war in der vergangenen Saison aus der 1. Liga abgestiegen, die SG als Aufsteiger aus der 3. Liga neu in dieser Spielklasse.

Von der ersten Sekunde an machte Emmen klar, was die SG erwartete. Mit hohem Tempo, schnellen Kombinationen und einer offensiven Verteidigung setzte der Gastgeber die SG unter Druck. Die Zürcher Oberländerinnen fanden kaum Lösungen, verloren den Ball und kassierten zusätzlich Strafen. Emmen nutzte jede Unsicherheit konsequent aus und zog früh davon.

Ein Timeout brachte etwas Ruhe im ersten Durchgang. Die SG rückte in der Defensive enger zusammen, kämpfte um jeden Ball und konnte mehrere Angriffe der Gastgeberinnen stoppen. Plötzlich war mehr Energie auf dem Feld spürbar. Doch ausgerechnet im Angriff fehlte weiterhin das nötige Quäntchen Glück: Grosse Torchancen blieben ungenutzt. Mit einem 8:18-Rückstand ging es in die Pause.

Der Start in die zweite Halbzeit verlief erneut bitter. Ballverluste wurden von Emmen sofort mit Gegenstosstoren bestraft, der Rückstand wuchs zwischenzeitlich auf 13 Tore an. Doch die SG gab sich nicht geschlagen. Mit mehr Konsequenz, besseren Abschlüssen und wachsendem Selbstvertrauen kam sie zurück ins Spiel. Der Angriff wurde deutlich effektiver und der Rückstand schrumpfte zwischenzeitlich auf acht Tore.

Das Spiel kostete jedoch viel Kraft. Das hohe Tempo und die körperliche Härte auf diesem Niveau waren nach der vergangenen Saison in der 3. Liga ungewohnt. Am Ende musste sich die SG Züri-Obersee mit 25:35 geschlagen geben. Dennoch setzte sie in der zweiten Halbzeit ein starkes Zeichen und spielte diesen Durchgang ausgeglichen.

Die SG nimmt wichtige Erkenntnisse, Kampfgeist und viele positive Ansätze mit. Darauf lässt sich in den kommenden Spielen aufbauen.

 

Autorin: Dodo Wettstein